Nach dem Erlegen

Sau schossen, was nun ? Änderungen ab 1.1.2018

Ein Leitfaden mit allen wichtigen Kontakten für unsere Mitglieder

Da immer wieder Fragen um das Prozedere zur Handhabe eines erlegten Stückes Schwarzwild an die Vorstandschaft herangetragen werden, nachstehend die Details…

1. Wildursprungsmarken:
Die Wildursprungsmarken und Wildursprungsscheine werden ab sofort
(Stand Dez. 2017) vom Veterinäramt FFB an berechtigte Personen ausgegeben.

2. Radium-Cäsium Messung:
Die anerkannte und zertifizierte Messstelle zur Becquerel-Untersuchung wird von Herrn Martin Pentenrieder betreut.
Da Herr Pentenrieder die Messung ehrenamtlich ausübt, ist eine vorherige Terminabsprache unerlässlich. Der Messvorgang dauert, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen, etwa 30 Minuten. 
Bitte bringen Sie mindestens 500 g Muskelfleisch (kein Fett !!), in Gulaschgröße geschnitten, zur Radium-Cäsium-Messung mit.
 Das Wildbret kann nach der Messung ohne Weiteres genutzt werden. 
Zur Kostendeckung wird von unseren Mitgliedern ein Obolus von € 5,00 erhoben, Nichtmitglieder zahlen € 10,00.
 Sollte der Grenzwert von 600 Bec / 1 kg Wildfleisch überschritten werden, sind € 10,00 wegen der umfangreichen Dokumentation fällig. 
Dieser Betrag wird bei einer fachgerechten Entsorgung wieder erstattet. 
Bei Grenzwertüberschreitung muss das Schwarzwild in einer Tierkörperverwertungsanstalt vernichtet werden. Für uns bietet sich das Unternehmen aus Kraftisried an.
 Der Tierkörper wird bei Ihnen abgeholt, und Sie erhalten eine Bescheinigung.
 Die Kosten hierfür sind abhängig vom Gewicht des Schweines,
 bis 50 kg fallen € 14,15 an, darüber € 28,30.
 Falls eine entsprechende Kontamination vorliegt, erhalten Sie vom Bundesverwaltungsamt in Köln eine Entschädigung nach dem Atomgesetz.
 Für Frischlinge werden € 102,26, für alle anderen € 204,52 erstattet. Zusätzlich wird eine Pauschale für die Strahlenmessung von € 10,23 ausbezahlt.
 Bevor Sie die Dokumente nach Köln schicken können, ist eine kostenfreie Bestätigung der Richtigkeit der gemachten Angaben durch die Untere Jagdbehörde notwendig. Die Kreisgruppe FFB empfiehlt grundsätzlich vor der Trichinenproben-Untersuchung eine Radium-Cäsiummessung durchzuführen.

3. Trichinenuntersuchung:

Die Entnahme des Zwerchfellpfeiler darf ausschließlich nur durch eine „kundige Person“ mit zusätzlicher Schulung erfolgen.
 Des Weiteren muss der Entnehmende beim Veterinäramt FFB registriert sein. Die Erlaubnis ist auf Jagdreviere im Landkreis  begrenzt.
Auskünfte erhalten Sie beim Landratsamt / Veterinäramt.
 Die Trichinenproben können ab 01.01.2018 persönlich abgegeben werden in der Praxis / Labor von:
Dr. Martin Steber, 82276 Nassenhausen, Hauptstraße 28
Montag,                       zwischen 08 – 10 Uhr
Mittwoch und Freitag   zwischen 10 – 12 Uhr
zu allen anderen Zeiten wird ein Laborkasten zur Verfügung stehen.

Neben der Probe, in hygienisch einwandfreien Zustand, von etwa
jeweils 25 g müssen mit abgegeben werden:

–  Wildmarke, kleiner Abschnitt, der große verbleibt an der Sau
–  Wildursprungsschein, ausgefüllt und unterschrieben
–  Probenbegleitschein, mit Fax-Nr. bzw. e-Mail vollständig! ausgefüllt,
 und unterschrieben

Die Kosten belaufen sich auf € 20,82.
 Eine teilweise Rückerstattung
(€ 10,00) ist nach Ablauf des Jagdjahres
 nach Antragstellung bei der Unteren Jagdbehörde möglich.

Behörde Ansprechpartner Anschrift / Telefon
Radio-Cäsium-Messung Herr Martin Pentenrieder 82281 Unterschweinbach
Hauptstr. 31
Tel. 0172 8230183
Trichinenuntersuchung Dr. Martin Steber 82276 Nassenhausen
Hauptstrasse 28
Tel. 08145 / 6911
Veterinäramt FFB
Ausgabe von  Wildursprungsmarken
 Frau Manke Fürstenfeldbruck,
Hans-Sachs-Str. 9
Zimmer 130
Tel. 08141 / 519-285
Untere Jagdbehörde Herr Hans Betz Tel. 08141 / 519-357
Bundesverwaltungsamt Herr Kamp 50933 Köln
Eupenerstr. 125
Tel. 0221 / 758-5022
Tierkörperbeseitungsanst. Kraftisried GmbH Tel. 08377 / 92940-0

Trichinenuntersuchung

Es ist im öffentlichen Interesse – speziell für die Landwirtschaft –
die Schwarzwildbestände im Landkreis Fürstenfeldbruck nicht ungezügelt anwachsen zu lassen.
Aus diesem Grund unterstützt der Landkreis die Jäger, die sehr viel Zeit und Engagement zur Erreichung dieses Zieles an den Tag legen.

Über das Landratsamt Fürstenfeldbruck kann ab dem Jagdjahr 2016/2017 zur Eindämmung der Wildschweinpopulation im Landkreis ein Zuschuss für die gesetzlich vorgeschriebene Trichinenuntersuchung an Schwarzwild in Höhe von 10 Euro je erlegtem Wildschwein beantragt werden.

Hierzu müssen jeweils folgende Kriterien erfüllt sein:

das Wildschwein muss nachweislich in einem Revier im Landkreis Fürstenfeldbruck erlegt worden sein.  (Nachweis: gemäß eingereichter Streckenliste im LRA FFB)

das Wildschwein muss auf Strahlenbelastung untersucht worden sein und der Wert muss unter 600 Bq/kg liegen.  (Nachweis: Protokoll Becquerel-Untersuchung  – Ausgabe LRA FFB)

die Trichinenuntersuchung muss durchgeführt worden sein und das Ergebnis muss negativ sein. (Nachweis: Wildursprungsschein für die Untersuchung auf Trichinen – rotes Blatt)

Der Zuschuss kann durch Vorlage der gesammelten entsprechenden Original-Nachweise (keine Kopien!) je Revier! , zum Ende eines Jagdjahres (31.03.) bei der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt Fürstenfeldbruck beantragt werden.
Erstmals kann dieser Zuschuss für das abgelaufene Jagdjahr 2016/2017 (beginnend am 01.04.2016) in Anspruch genommen werden.
Das Antragsformular  finden Sie nachstehend bzw. im Downloadbereich

Text:
in Abstimmung mit der Unteren Jagdbehörde FFB – Gerhad v. Hößlin – 04.05.17

Gebührenzuschuss Wildschweine