Neues vom BJV, Stand 10. Juli

Sehr geehrte Mitglieder

in den nächsten Wochen ist ein großer Ansturm auf unsere Reviere zu erwarten. Die Berge und die See sind die angesagten Urlaubsziele der Deutschen in den nächsten Wochen. Auch bei uns werden viele ihren Urlaub daheim verbringen mit Wandern, Bergsteigen und Outdoor-Aktivitäten. Das ist einerseits erfreulich, dass viele Menschen wieder die Natur für sich entdecken und den Wert und die Faszination unserer Heimat erkunden und genießen. Auf der anderen Seite wird der Ansturm auf unsere heimische Natur zur Belastung für unser Wild. Vor allem dann, wenn die Feld und Wald als großer Abenteuerspielplatz dient ohne Rücksicht auf die Natur und die heimische Tierwelt. Umso wichtiger ist es, die Urlauber zu informieren, wie Ferienspaß und Rücksichtnahme gelingen können, denn den meisten ist es gar nicht bewusst, dass ihr freilaufender Hund Tiere gefährdet, dass die Unruhe Tag und Nacht ein ganzes Ökosystem durcheinanderbringen kann.

Politisch drehte sich diese Woche wieder einmal alles um die so genannte REACH- Verordnung, die EU-Chemikalien Verordnung – REACH steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die EU-Kommission will ein Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten durchsetzen, das – so befürchten viele Insider – einem flächendeckenden Verbot von Bleischrot gleichkommt. Wir haben uns diese Woche diesbezüglich mit dem Europa-Abgeordneten Markus Ferber getroffen und unsere Sichtweise deutlich gemacht.

Außerdem hat der BJV zusammen mit dem Deutschen Jagdverband, dem CIC, der Deutschen Wildtierstiftung, dem Bund Deutscher Berufsjäger, dem Bund Bayerischer Berufsjäger und dem Deutschen Jagdrechtstag einen gemeinsamen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze geschrieben.

Und das erwartet Sie heute außerdem:

  • Wildunfall-Schilder
  • Neustrukturierung der Landwirtschaftsverwaltung
  • Feldkirchner Jagdrunde – Wolf und Jagd
  • Aktion Fellbündel
  • Aktuelle Kurse aus der Landesjagdschule

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und ein kräftiges Waidmannsheil

Ihr Thomas Schreder

 

 

 

 

Wildunfall-Schilder

Für alle Revierinhaber

Die Wildunfall-Schilder sind jetzt in allen Regierungsbezirken ausgeliefert worden und stehen zum Abholen bereit. Alle Kreisgruppen, die ihre Schilder noch nicht abgeholt haben, können diese jetzt abrufen. Fragen Sie Ihren Regierungsbezirksvorsitzenden, wo Sie in Ihrer Region die Schilder erhalten. Denken Sie daran, in Kürze beginnt die Brunft. Da herrscht wieder erhöhte Unfallgefahr. Nutzen Sie die Möglichkeit, mit den reflektierenden Wildunfallschildern, die Autofahrer aufmerksam zu machen. 

Darf ich die Schilder einfach so aufstellen?

Zur Zulässigkeit des Aufstellens der Schilder gibt es ein Schreiben des Bayerischen Innenministeriums, das sie nochmal im Anhang finden.

Nutzungsentgelte für die Aufstellung der Plakate auf Straßengrund fallen nicht an. Das teilte Staatssekretär Klaus Holetschek, MdL, aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit. Zitat aus dem Schreiben vom 26. 06.2020 an Präsidiumsmitglied Alexander Flierl, MdL: „Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt die Aktion: Sie dient nicht nur dem Schutz des Wildes, sondern auch der Verkehrssicherheit. Dies ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

Wir haben daher die Staatlichen Bauämter in ganz Bayern angewiesen, auf Nutzungsentgelte für die Aufstellung der Plakate auf Straßengrund zu verzichten. Sofern für die Aufstellung Sondernutzungserlaubnisse nötig sind, sollen diese entsprechend erteilt werden.“ 

Was kosten die Schilder?

Die Schilder wurden aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert. 51,5 % der Kosten wurden daraus gedeckt, damit bleibt ein Eigenanteil von 40 Euro pro Schild. Dieser wird den Kreisgruppen in Rechnung gestellt. Die Kreisgruppe, die Schilder erhalten hat, erhält dann eine Rechnung vom BJV. 

Und die Haftung?

Haftungsrechtlich gelten die Schilder gemäß StVZO nicht als Verkehrszeichen.

Zivilrechtlich haftet die Person, die die Plakate aufstellt.

Die Kreisvereine sollen mit dieser Haftung nicht belastet werden. Das heißt, es haftet der Revierinhaber, weil er beim Aufstellen nicht als Vereinsmitglied, sondern für den eigenen Jagdbetrieb handelt. Die großen Jagdhaftpflichtversicherer haben uns auf Anfrage mitgeteilt, dass Schäden, die mit dem Jagdbetrieb zusammenhängen, auch von der Versicherung zumindest im Einzelfall gedeckt werden müssen.  Wir werden dazu eine schriftliche Bestätigung der großen Versicherungsunternehmen einholen.

Neustrukturierung der Landwirtschaftsverwaltung

In einer Pressemitteilung hat Staatsministerin Kaniber angekündigt, dass die Landwirtschaftsverwaltung neu strukturiert wird. Ämter werden zusammengelegt, so die Ministerin, die Standorte bleiben aber erhalten. Möglicherweise betrifft die Umstrukturierung auch die Zuständigkeit für das Forstliche Gutachten. Deshalb empfehlen wir, sich beim zuständigen AELF zu erkundigen, ob sich die Ansprechpartner geändert haben.

Feldkirchner Jagdrunde – Wolf und Jagd

Termin: 22. Juli, ab 18 Uhr

Der Wolf gehört heute wieder zum Arteninventar in Bayern. Nach einem Erstnachweis im Jahr 2006 finden sich heute in fünf Regionen standorttreue Tiere. Darüber hinaus werden immer häufiger auch durchziehende Einzeltiere gemeldet. In Bayern konnte erstmals eine Paarbildung von Individuen aus dem süd-westlichen Alpenbogen und der zentraleuropäischen Tieflandpopulation nachgewiesen werden. In freier Wildbahn gilt Schalenwild als seine Hauptbeute. So wird die Rückkehr des großen Beutegreifers und seine Populationsentwicklung auch in der Jägerschaft aufmerksam beobachtet.

Der Bayerische Jagdverband lädt deshalb zu einem Gedankenaustausch im Rahmen der  „Feldkirchner Jagdrunde“ ein, auf der Wissenschaftler und Wolfsfachleute das Thema „Wolf und Jagd“ beleuchten.

Aufgrund der noch immer geltenden Einschränkungen wegen des Corona-Virus kann die Präsenzveranstaltung in Feldkirchen nur in sehr kleinem Rahmen stattfinden. Deshalb laden wir Sie ein, an einer ONLINE-Übertragung teilzunehmen.

Die Veranstaltung findet am 22. Juli, ab 18 Uhr statt.

Wir bitten Sie, bei der Anmeldung zum Online Seminar Ihre email-Adresse anzugeben. So können wir Ihnen den Zugangscode zuschicken.

Die Anmeldefrist endet am 17. Juli 2020. Ansprechpartnerin ist  Karin Karner, E-Mail:  karin.karner@jagd-bayern.de, Tel.: 089 / 99 02 34-15.

Wir freuen uns auf Ihre rege Teilnahme.

Um an einem solchen Online-Seminar teilnehmen zu können,  brauchen Sie einen video- und audiofähigen PC/Laptop. Wir arbeiten mit der Plattform ZOOM. Ihre Zugangsdaten werden Ihnen vor der Veranstaltung per E-Mail zugesandt. Sie können sich ca. 30 min. vorher über diesen Link einloggen.

 

Aktion Fellbündel

Wir möchten Sie nochmal darauf hinweisen: Mitglieder, die sich für „Natur erleben und begreifen“ engagieren und Schulklassen, Kindergärten oder Ferienkinder in ihrem Revier an die Natur heranführen, können jetzt kostenlos ein Bündel aus jeweils fünf verschiedenen Wildtierfellen (Fuchs, Waschbär, Steinmarder, Iltis und Nutria) bekommen.

Das müssen Sie tun, um eines von 25 Fellbündel zu ergattern: Schicken Sie uns ein kurzes aber aussagekräftiges Bewerbungsschreiben. Warum, wieso, wofür wollen Sie die Felle einsetzen? Lassen Sie uns auch wissen, seit wann Sie „Natur erleben und begreifen“ betreuen und wie viele Kinder Sie durchschnittlich pro Jahr in die Natur begleiten.

Ihre Bewerbung bitte an Dirk.Waltmann@jagd-bayern.de, den BJV-Referenten für Umweltpädagogik

Unter allen Einsender gültiger Bewerbungen werden 25 Fellbündel verlost. Wenn Sie diesmal nicht unter den glücklichen Gewinnern sind, können Sie die Fellbündel für die Umweltbildung natürlich auch bestellen unter: https://fellwechsel.shop/fellverkauf/lernmittel-fellsortiment/?nbnet=0

 

Aktuelles aus der Landesjagdschule, 11. Juli

Die Landesjagdschule bietet am 28. Juli einen völlig neuen Kurs an: 

Schießen mit Nachtsichttechnik

Dienstag, 28.07. von 13 bis 17 Uhr

Referent: Martin Mühlbauer, Büchsenmachermeister, BJV Schießausschuss,

Lehrgangsnummer: 20450

Schießclub Graf von Stauffenberg in Amerdingen

Teilnahmegebühr: 60 Euro

Der Lehrgang wendet sich an Jäger, die bereits über ein Nachtsichtvorsatzgerät verfügen oder sich dieses anschaffen wollen.

Nach einer kurzen Einführung in die Technik können Sie unter Nachtbedingungen mit Ihrer Ausrüstung auf 50 und 100m schießen.

Es stehen auch Waffen mit Nachtsichtausrüstung zur Verfügung. Der Munitionsbedarf beträgt etwa 20 Schuss

Der Lehrgang ist auf 12 Teilnehmer beschränkt.

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Und hier die neuen Online-Seminare der Landesjagdschule:

Bitte informieren Sie auch Ihre Mitglieder:

  • 25. August:  „Tipps beim Gebrauchtwaffenkauf“: Zeit: 19 bis 21 Uhr,
    Referent: Peter Beer vom renommierten Waffenhaus Beer in Kempten Lehrgangsnummer: 20613,
    Teilnahmegebühr: 25 Euro
  • 17.September: Biberseminar-Online: Zeit: 19 bis 22 Uhr,
    Referent: Nicole Anzinger
    Lehrgangsnummer: 20612,
    Teilnahmegebühr: 25 Euro

Die Biberseminare sind die Grundlage dafür, dass Sie von der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde mit der Entnahme von Bibern betraut werden. Nur aufgrund der aktuellen Situation und dem dringend benötigten Schulungsbedarf, werden diese Seminare als 3-Stunden-Veranstaltungen angeboten.


So geht’s:
Um an einem Online-Seminar teilzunehmen brauchen Sie einen video- und audiofähigen PC/Laptop. Wir arbeiten mit der Plattform ZOOM. Ihre Zugangsdaten zu dem Online-Kurs werden Ihnen vor dem Lehrgang per E-Mail zugesandt. Sie können sich ca. 30 min. vor Lehrgangsbeginn über diesen Link einloggen. Pro Online-Kurs: maximale Teilnehmerzahl 30 Personen. Nutzen Sie zur Anmeldung unser Onlineanmeldetool.

 

Jagdhornbläser Hygienekonzept für Proben

Wichtig für Ihre Jagdhornbläser: Das aktuelle Hygienekonzept für Proben

Die Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Wissenschaft und Kunst haben ein Hygienekonzept unter anderem auch für Proben erstellt. Nachfolgend ist ein Auszug mit den wichtigsten Punkten aufgeführt. Falls Unsicherheit besteht, können Sie sich zudem an das für Sie zuständige Landratsamt wenden. 

  • Angefallenes Kondensat in Blech- und Holzblasinstrumenten darf nur ohne Durchblasen von Luft abgelassen werden. Das Kondensat muss von der Verursacherin bzw. vom Verursacher mit Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden
  • Bei Einsatz von Blasinstrumenten sowie bei Gesang ist ein erweiterter Mindestabstand von 2,0 Metern einzuhalten
  • Es werden ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und gegebenenfalls Händedesinfektionsmittel (als flankierende Maßnahme) bereitgestellt. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern auszustatten
  • Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße und Nutzung zu berücksichtigen. Alle gegebenen Möglichkeiten der Durchlüftung aller Räumlichkeiten, die dem Aufenthalt von Besucherinnen und Besuchern dienen, sind zu nutzen
  • Musikerinnen und Musiker stellen sich nach Möglichkeit versetzt auf, um Gefahren durch Aerosolausstoß zu minimieren
  • Dirigentinnen bzw. Dirigenten und Musikerinnen bzw. Musiker haben möglichst nur eigene Instrumente und Hilfsmittel zu verwenden. Ein Verleih von Musikinstrumenten oder deren Nutzung durch mehrere Personen darf nur nach jeweils vollständiger Desinfizierung stattfinden

 

Thema Wildbret

Überwältigende Reichweite mit Thema Wildbret bei Facebook

Der Fleischkonsum ist aus aktuellem Anlass gerade Thema in vielen Medien, auch bei Facebook wird das Thema heiß diskutiert. Eine überwältigende Reichweite hatten wir in der vergangenen Woche mit einem Beitrag auf der Facebook-Seite des BJV in dem wir die aktuellen Diskussionen zum Anlass genommen haben und heimisches Wildbret als Alternative empfohlen haben. Über 39.000 User haben unseren Beitrag gesehen, über 2.500 davon haben mit dem Beitrag auf unserer Seite interagiert. Selbstverständlich haben wir die Gelegenheit genutzt und auch auf unsere  BJV-Webseite hingewiesen, auf der eine Liste von Jägern, die Wildbret verkaufen, abrufbar ist. Die Qualität des Lebensmittels „heimisches Wildbret“ steht für uns Jäger außer Frage, deshalb beteiligt sich der bayerische Jagdverband auch online immer wieder an Diskussionen zum Thema Fleischkonsum und Fleischqualität. Unser Ziel ist es, zu informieren, Appetit auf Wildbret zu machen und natürlich Käufer und Verkäufer zusammen zu bringen. Deshalb werden wir auch weiterhin verstärkt die sozialen Medien nutzen, um das Thema Wildbret zu platzieren und so die Vermarktung von Wildbret zu stärken. Alle, die in die Liste der Wildbret-Kontaktadressen aufgenommen werden möchten, können sich jederzeit bei uns unter Angabe des Regierungsbezirks mit den zu veröffentlichenden Daten unter service@bjv-service.de melden.

Aktuelle Verbandsthemen, Informatives rund um die Jagd und Unterhaltsames finden Sie auch auf unseren social Media Kanälen Facebook ( https://www.facebook.com/BayerischerJagdverbandeV/ ) und Instagram