Neues vom BJV, Stand 18.Sept.20

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vorsitzende,

die ASP hält uns nach wie vor in Atem. In Brandenburg wurden am 15. September vier weitere Schwarzwildkadaver und ein krank erlegtes Wildschwein positiv auf ASP getestet.Gestern bestätigte das FLI einen 7. ASP-Fall. Die infizierten Tiere wurden im ausgewiesenen „gefährdeten Gebiet“ gefunden, etwa 3 Kilometer vom ersten Fundort entfernt. Die Behörden in Brandenburg haben weitreichende Maßnahmen im „gefährdeten Gebiet“ ergriffen und haben dort mit mobilen Zäunen ein Kerngebiet errichtet.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Anhang und auf unserer Homepage unter www.jagd-bayern.de.

Bayern ist derzeit zum Glück nicht betroffen von der ASP. Nach Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz gelten deshalb auch keine tierseuchenrechtlichen Einschränkungen. Das heißt, noch hat der Ausbruch der ASP in Brandenburg keine direkten Folgen für die Jagd in Bayern. Es gelten bei uns auch keine Ernteverbote.

Trotzdem müssen wir Jägerinnen und Jäger jetzt natürlich besonders wachsam und aufmerksam sein. Wir müssen – bitte appellieren Sie auch an Ihre Mitglieder – unsere entscheidende Rolle bei der Früherkennung wahrnehmen, die Totfundsuche aktivieren und Kadaver, auch nach Verkehrsunfällen, beproben lassen. Bitte sprechen Sie sich dazu mit dem zuständigen Veterinäramt ab.

Der BJV steht in engem Austausch mit den zuständigen Ministerien. Wir werden postwendend über neue Entwicklungen informiert und geben sie dann natürlich sofort an Sie weiter.

Der BJV hat sich noch einmal eindringlich an Staatsminister Glauber gewandt, die Aufwandsentschädigung generell auf 100 Euro pro Wildschwein anzuheben und nicht nur in den Grenzregionen. Derzeit werden in Mauth über 5.000 Anträge auf Ausgleichsentschädigung bearbeitet. Die Entschädigung ist ein wichtiger Ausgleich für das große Engagement unserer Jägerinnen und Jäger, nicht zuletzt um etwaige Probleme bei der

Vermarktung auszugleichen.  In vielen Landkreisen wurden „Runde Tische“ mit allen beteiligten Verbänden und Behörden eingerichtet, ein wichtiges Podium, um unsere Fachkompetenz einzubringen. Unterstützen Sie Ihren Schwarzwild-Arbeitskreis vor Ort oder bringen Sie einen auf den Weg. Jetzt brauchen wir den engen Schulterschluss untereinander mehr denn je. BJVdigital unterstützt die effektive Schwarzwildbejagung.

Entscheidend ist jetzt auch, dass wir waidgerecht und intensiv die jagdlichen Möglichkeiten nutzen und weiterhin so engagiert Schwarzwild bejagen. Jetzt stehen die Maisjagden an, bitte weisen Sie Ihre Mitglieder daraufhin, dabei besonders auf die Sicherheit zu achten und stets erhöhte Ansitzeinrichtungen einzusetzen.

 

Diese Themen erwarten sie außerdem:

  • Bundesjagdgesetz
  • Wuidi-Wildwarner jetzt auf dem Navi installieren

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und ein kräftiges Waidmannsheil. Bleiben Sie gesund!

Ihr Thomas Schreder

 

Bundesjagdgesetz, Stand 18.9.2020

Bundesjagdgesetz

Die Gespräche laufen weiter. Zwei Tage lang haben wir mit den Fraktionsspitzen der Unionsparteien, dem Koalitionspartner und anderen Parteien unsere Forderungen für die Novellierung des BJagdG eindringlich vorgebracht und diskutiert. Intensive Gespräche wurden auch mit dem DJV geführt. Der DJV hat in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner jetzt einen „Runden Tisch Wald und Wild“ unter Leitung des Ministeriums vorgeschlagen. Damit reagiert der DJV auf die gescheiterten Verhandlungen mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR). Die Ergebnisse aus einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sind im DJV-Präsidium auf breite Ablehnung gestoßen.

Der BJV begrüßt einen „Runden Tisch Wald und Wild“, fordert aber – Bayern ist schließlich das größte Jagdland – dass der BJV gleichberechtigt mit dem DJV einbezogen wird

(Quelle BJV)

Neues vom BJV Stand 11.September

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder

die ASP hat Deutschland erreicht. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bestätigte den ersten ASP-Fall in Deutschland. Am 09.September wurde im Spree-Neisse-Kreis in Brandenburg ein stark verwester Wildschweinkadaver positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) getestet. Das Friedrich-Löffler-Institut als nationales Referenzlabor hat den Verdacht mittlerweile bestätigt. Der Fundort liegt ca. 8 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Gemäß der Schweinepest-Verordnung des Bundes hat die zuständige Behörde in Brandenburg sofort im Umkreis von 15 Kilometern vom Fundort ein gefährdetes Gebiet festgelegt und verschiedene Maßnahmen eingeleitet.  Dort wird nun der Kraftfahrzeug- und Personenverkehr eingeschränkt, Ernteverbote ausgesprochen und die Fallwildsuche intensiviert. Außerdem besteht für dieses Gebiet ein Jagdverbot.

Bayern ist nicht betroffen und unterliegt daher auch keinen direkten tierseuchenrechtlichen Einschränkungen, so das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Jetzt aber sind wir Jägerinnen und Jäger besonders gefordert. Jetzt gilt es noch aufmerksamer zu sein und die Totfundsuche zu aktivieren. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie im Anhang. Bitte sensibilisieren Sie auch Ihre Mitglieder. Wichtig ist dabei der enge Austausch mit der zuständigen Veterinärbehörde.

An ASP erkrankte Wildschweine haben hohes Fieber und suchen kühle Stellen im Revier auf, wie feuchte nasse Mulden, Bachränder oder Tümpel. Dort sollte die Suche nach Fallwild schwerpunktmäßig stattfinden.

Wir Jäger sind ein ganz entscheidender Faktor bei der Früherkennung. Der Ausbruch der ASP in Tschechien hat das gezeigt. Durch die Früherkennung konnte der Ernstfall sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden, weil die Behörden unmittelbar nach den ersten Infektionen handeln konnten. Das ist für alle wichtig, für die Landwirte aber auch für uns Jäger.

An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich auch bedanken für das riesige Engagement unserer Mitglieder bei der Schwarzwild-Bejagung. Die aktuelle Streckenliste liegt jetzt vor: 112.000 Stück Schwarzwild wurden im Jagdjahr 2019/20 erlegt. So viel wie noch nie zuvor. Das ist gelebte ASP-Prävention. Das zeigt, ohne uns Jäger geht es nicht. Herzlichen Dank dafür!

 

Diese Themen erwarten sie außerdem:

  • Landesversammlung in Nürnberg
  • Bundesjagdgesetz
  • ÖJV will VGH-Urteil nicht akzeptieren
  • Ohne Absprache: Broschüre des DJV
  • Spannendes Niederwildseminar in der Landesjagdschule

Landesversammlung in Nürnberg

Das Präsidium hat in seiner letzten Sitzung den Ablauf der Landesversammlung in Nürnberg am 17. Oktober ausführlich erarbeitet. Eine Reihe von vorbereitenden Maßnahmen wurden beschlossen, wie zum Beispiel die Bereitstellung eines elektronischen Abstimmungssystems, die Bestellung eines Caterings und die Erarbeitung eines Vorschlags für ein Wahlleiter-Team. Außerdem wurde die Tagesordnung festgelegt. Die Einladung erhälten die Vorstände der KG fristgerecht nächste Woche.

Quelle BJV

 

BJG/ ÖJV

Bundesjagdgesetz

Die Diskussion um die Novelle des Bundesjagdgesetzes geht weiter. Der BJV hat alle bayerischen Abgeordneten in Berlin angeschrieben und noch einmal die wichtigsten Eckpunkte unserer Anliegen erläutert. Anfang nächster Woche werden wir in Berlin weitere intensive Gespräche mit den Abgeordneten führen und unsere Argumente austauschen.

 

ÖJV will VGH-Urteil nicht akzeptieren

Die Beschwerde des ÖJV, nicht als anerkannte Vertretung der Jäger in Bayern anerkannt zu werden, wurde vom VGH abgelehnt. Der ÖJV will sich mit dem VGH-Urteil nicht abfinden und jetzt vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ziehen, um ein politisches Mitspracherecht in Bayern zu ergattern.

Quelle BJV

Der ÖJV hat vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht eine empfindliche Schlappe erlitten. Damit wurde der BJV gestärkt.

Der Hintergrund: Der ÖJV hatte gegen den Freistaat Bayern geklagt, weil er auch eine so genannte mitwirkungsberechtigte Vereinigung von Jägern sein wollte.  Zur Erinnerung: In Bayern ist allein der BJV die offiziell anerkannte Vertretung der Jägerschaft. Das gefällt dem ÖJV nicht. Deshalb hat er geklagt. Das Verwaltungsgericht München hat mit Urteil vom 6. Februar 2019 die Klage mit der Begründung abgewiesen, es bestehe kein Anspruch auf Anerkennung als mitwirkungsberechtigte Vereinigung von Jägern im Sinne von § 37 Abs. 2 BJagdG, weil die nach §32  Abs 1 AVBayJG notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllt seien. Gegen dieses Urteil wollte der ÖJV dann in Berufung gehen. Der VGH hat nun den Antrag auf Zulassung zur Berufung abgelehnt und das Urteil des Verwaltungsgerichtes München bestätigt. Das heißt für uns: Der BJV bleibt allein offiziell anerkannte Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern.

 

Broschüre des DJV

Ohne Absprache: Broschüre des DJV

Der DJV hat eine Broschüre ins Netz gestellt mit Beispielsrevieren für Lösungsansätze im Forst-Jagd-Konflikt. In dieser Broschüre wurden auch Reviere aus Bayern vorgestellt – allerdings ohne uns vorher darüber zu befragen. Dieser Schuss ging nach hinten los, denn die angeblich guten Beispiele in Bayern waren Eigenbewirtschaftungsreviere, die ausgewiesene Verfechter für Wald vor Wild initiiert haben. Wir haben sofort beim DJV protestiert, damit diese Broschüre aus dem Netz genommen wird. Das ist auch geschehen. Es ist schon ein starkes Stück, bayerische Reviere in einer Broschüre vorzustellen, ohne uns einzubeziehen. Dazu haben wir uns ebenfalls deutlich beim DJV geäußert und positioniert. Der BJV jedenfalls lehnt dieses Vorgehen mit Nachdruck ab. Böswillige Spekulationen von interessierter Seite, die in eine andere Richtung gehen, sind nicht angebracht und auch nicht begründet.

Spannendes Niederwildseminar in der Landesjagdschule

Wie funktioniert das Niederwild-Projekt des BJV in der Praxis? Welche Erfahrungen haben die Teilnehmer gemacht? Das und viele praktische Infos rund um das BJV-Vorzeigeprojekt erfahren Sie in einer spannenden Online-Veranstaltung der Landesjagdschule:

Wann: am Dienstag, 15. September von 19 bis 21 Uhr

Referent: Dr. Moritz Fehrer, Lehrgangsnummer 20611, Teilnahmegebühr: 25 Euro

So geht‘s: Um an einem Online-Seminar teilzunehmen brauchen Sie einen video- und audiofähigen PC/Laptop. Wir arbeiten mit der Plattform ZOOM. Ihre Zugangsdaten zu dem Online-Kurs werden Ihnen vor dem Lehrgang per E-Mail zugesandt. Sie können sich ca. 30 min. vor Lehrgangsbeginn über diesen Link einloggen. Pro Online-Kurs: maximale Teilnehmerzahl 30 Personen. Nutzen Sie zur Anmeldung unser Onlineanmeldetool.

Quelle BJV

„Aus“ für bleihaltige Munition in Feuchtgebieten

Der REACH-Ausschuss der Europäischen Kommission hat gestern, am 03.09., die Entscheidung getroffen, dass der Einsatz bleihaltiger Schrotmunition in Feuchtgebieten mit einem Umgriff von 100 Metern verboten ist. Die Übergangsfrist währt 24 Monate. Jetzt geht das Ganze noch in das Europäische Parlament und wird dort wieder diskutiert.

Was leistet die SVFLG wirklich für den Jagdpächter?

Derzeit ist eine Pressemitteilung der SVFLG in Umlauf, in der für die Leistungen der SVFLG für die Jagdpächter geworben und viel versprochen wird. Dabei wird leider übersehen, dass es all die vielversprechenden Zusatzmöglichkeiten nicht umsonst gibt, sondern wieder eine Beitragserhöhung bedeuten. Was die SVFLG wirklich bringt, hat Anita Weimann, unsere Fachreferentin, noch einmal für Sie zusammengefasst. Sie finden die Zusammenfassung im Anhang.

SVLFG_Was leistet sie wirklich für die Jagdpächter(1)