Am 18. April fand im bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Gasthauses Frietinger die öffentliche Pflicht-, Hege- und Naturschau statt.
Im Rahmen der Veranstaltung richtete Landrat Thomas Karmasin seine Grußworte an die Anwesende, berief die beiden Kreisjagdberater Andreas Rauch und Alex Frank und nahm die Neubestellung des gesamten Jagdbeirates vor – Mitglieder sind nun unter anderem Helmut Riegg, Hans Weiss und Dr. Eva Demmel.
Anschließend verabschiedete er den langjährigen Kreisjagdberater Rainer Grüter und Jagdbeirat Gerhard von Hößlin.
Bernd Wanninger, Referatsleiter „Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Brand und Kathastrophenschutz“ stellte wesentliche Punkte im neuen Bayerischen Jagdgesetz vor. Helmut Riegg, Naturschutzbeauftragter der Kreisgruppe behandelte das Thema Niederwildhege und wies auf das kommende Biberseminar hin. Kreisjagdberater Andreas Rauch erläuterte im Anschluss die Jagdstecke des Jagdjahres 2025/2026.
Stimmungsvoll musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung wieder von den Jagdhornbläsern der BJV Kreisgruppe.
Bilder: Sabine Fleischer, Kreisbote/Germeringer Anzeiger







Am 25. September wurde die zweite Drohne für die Kitzrettung im Rahmen der Vorstandssitzung vom 2. Vorsitzenden Helmut Riegg an die BJV-Kreisgruppen Drohnen-Verantwortlichen Jochen Kissler und Ulrich Heuke übergeben (v. l. n. r.) Jetzt heißt es sich vorzubereiten, damit mit Beginn der Kitzrettungszeit alles perfekt funktioniert.
Nisthilfen im Revier aufgehängt

Schlaue Krähen erfordern schlaue Jäger
“In erster Linie waren sie für unsere Fasane gedacht“, berichtet er, denn die brauchen bekanntlich in ihrem Lebensraum die „5 W“: Wiesen, Weizen, Wald, Wasser, Wärme. Alles finden sie im Allinger Revier vor und deshalb halten sich die wilden Hühnervögel dort auch gut. Nur beim Wasser hilft der Jäger nach:
Jede Woche wird das Wasser aufgefrischt. „Wir sehen auf den Wildkameras, wie gut die Tränken besucht sind. Bestimmte Tränken, die ja einige Liter fassen, sind jede Woche leer getrunken“, berichten die Allinger Jäger: Singvögel, Hasen oder Rehe stillen dort ihren Durst – sie „schöpfen“ wie es in der Jägersprache heißt. Das ist vielleicht ungewöhnlich, aber bei dieser außergewöhnlichen Hitze schon nachvollziehbar! Die Jäger sind zufrieden, dass sie dem Wild in der Sommerhitze damit helfen können.
Gemeinsam mit den Allinger Landwirten und Waldbauern arbeitet der Allinger Jagdpächter im Rahmen der Hege immer wieder an der Verbesserung des Lebensraumes für wildlebende Tiere. Nun wurde er bayernweit für ein besonderes Projekt ausgewählt: Der Bayerische Landesjagdverband unterstützt und fördert ihn bei der Auswilderung von Fasanen. Nach dem Lebensstart in einer Voliere im Revier zur Gewöhnung wurden sie vor einiger Zeit in die Freiheit entlassen.
Fasane brauchen Wasser, Wiesen, Wald, Weizen und Wärme. Auf dem Speiseplan des Fasans stehen Samenkörner von Blumen, Brennnesseln und Gräsern. Beeren, Nüsse und Eicheln werden gerne genommen, auch Wurzeln und Knollen. Würmer und Schnecken runden den Speiseplan ab. Die Küken müssen reichlich Insekten bekommen, damit sie „groß und stark“ werden. Also brauchen sie Wildblumenwiesen, die ebenfalls vom Allinger Jäger angelegt wurden. Dort fühlen sich auch Insekten, Bienen und Hummeln wohl. Singvögel und andere heimische Wildtiere teilen sich den reich gedeckten Tisch mit den Fasanen.