Blühflächen im Birkenmoos – Jäger und Landwirt Hand in Hand für Wildtiere

Für ein besseres wildes Leben

In der Allinger Flur gibt es neue Blühflächen. Angelegt hat sie der Allinger Jagdpächter denn „Zur Jagd gehört auch die Hege, also die Pflege der Lebensräume für die Wildtiere“.

Das funktioniert nur in Zusammenarbeit Hand in Hand. Der Grundeigentümer stellt die Fläche auf Bitte des Jagdpächters zur Verfügung. Das können „Ecken“ sein, die sich mit Maschinen nicht gut bewirtschaften lassen, brachliegende Flächen oder auch Streifen entlang des Waldes. Landwirte helfen in ihrer knappen Freizeit mit Maschinen aus, um den Boden für die Aussaat vorzubereiten.
Ausgebracht wird das wertvolle Saatgut von Hand und vom Jagdpächter selbst. Hierfür hat er die Saatgutmischung “Lebensraum 1“ ausgewählt. Was dort wächst und gedeiht, kann bis zu 5 Jahren stehenbleiben und verändert sich jedes Jahr. Blütenreichtum und Kräuter im Sommer, Samen und Körner im Winter – das ist ein reich gedeckter Tisch für Fasan, Hase und Reh, den diese sich mit Singvögeln, Insekten wie z. B. Bienen, Hummeln und  Schmetterlingen sowie anderen Kleintieren teilen.


Aussaat von Hand und Festwalzen der Saat in „Handarbeit“ – der Lohn und die Freude darüber kommt im Sommer: Wenn alles blüht und gedeiht, halten sich darin die Wildtiere und Insekten auf.

Mehr Informationen und Projekte zum Engagement der Fürstenfeldbrucker Jäger finden Sie hier

Neue (alte) Wege gehen – Rehkitzrettung-Tipps aus der Praxis

Ein Beitrag von Ingrid Gerum

Was tun, wenn Rehwild sich an die „Kitzretter“ gewöhnt hat?
Bei uns im Revier hatten sich in der Vergangenheit viele Landwirte mit den „Kitzrettern“ ausgestattet und ihre Wiesen fleißig damit bestückt. Leider mussten wir feststellen, dass hier jetzt nach zwei Jahren der Gewöhnungseffekt bei den Geißen eingetreten ist. Teilweise ist zu beobachten, dass sie neben den Signalgebern äsen und sichtlich unbeeindruckt sind.

Also auf zu neuen (alten) Methoden und ein persönlicher Tipp.
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Rehkitz- und Jungwild-Rettung 2023

Die ersten Kitze sind gesetzt und die Mahd hat vielerorts schon begonnen oder ist in Vorbereitung. Es gehört zu den gesetzlichen Pflichten der Landwirte, vor dem Mähen der Wiesen dafür zu sogen, dass das Jungwild keinen Schaden nimmt und ihm kein Leid zugefügt wird. 

Einige Jäger und Vereine unterstützen mittlerweile die Landwirte bei dieser Aufgabe mit Wärmebilddrohnen. Überörtlich gehört dazu z. B. „Wir retten Rehkitze e.V.“.

Im Hegering 2 des Landkreises Fürstenfeldbruck ist das Pilotprojekt „Verein Natur und Wild e.V.“ gestartet und hat wertvolle Erfahrungen gesammelt. Das Team steht gerne beratend zur Seite, wenn Sie sich überlegen, selbst in die „Rettung mit der Drohne“ einzusteigen.

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Viel Interesse – öffentliche Pflicht-Hege- und Naturschau 2022/2023

Durch die sehr gut besuchte Veranstaltung führte gewohnt routiniert BJV-Kreisgruppenvorstand Gerhard von Hößlin.
Im Grußwort des Stv. Landrat Dr. Schanderl kam die gute Zusammenarbeit im Landkreis Fürstenfeldbruck zwischen den Land – und Waldbesitzern sowie den Jägern zur Sprache. Frau Karin Staffler (MdB) machte die Diskussion um eine weitere Verschärfung des Deutschen Waffenrechts zum Mittelpunkt ihres Grußwortes. Im Kurzreferat von Hans Groß, von der Unteren Jagdbehörde, wurden Themen wie z. B. der Umgang mit dem Wolf, das Bleischrotverbot und die längst überfällige Anlage von digitalen Revierakten angesprochen.
Anschließend stellten die Kreisjagdberater Rainer Grüter und Andreas Rauch die Ergebnisse aus den Streckenlisten des Jagdjahres 2022/2023 und die Gesamtentwicklung über die letzten Jahre vor.
Für würdige Stimmung sorgte die musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch die Jagdhornbläser der Kreisgruppe unter der Leitung von Bernhard Breitsameter. 

Einladung zur öffentlichen Pflicht-Hege- und Naturschau 2022/2023

Am Samstag, den 29. April 2023 um 13.00 Uhr führt die BJV – Kreisgruppe Fürstenfeldbruck e.V. im Auftrag der Unteren Jagdbehörde Fürstenfeldbruck im Angerwirt in 82216 Malching, Sportplatzstraße 7 die öffentliche Pflicht- Hege- und Naturschau des Landkreises Fürstenfeldbruck für das Jagdjahr 2022/2023 durch. Die öffentliche Besichtigung ist ab ca. 12 Uhr möglich.

Agenda:
1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden
2. Grußworte
3. Kurzreferat der Unteren Jagdbehörde
4. Kurzreferat und Besprechung der Streckenlisten

Hinweis Revierinhaber und Jäger:
Rehbockgehörne und adulte Keilerwaffen.
Anlieferung: Freitag, 28. April 2023 von 16.00 bis 17.00 Uhr
Abholung: nach Veranstaltungsende bis 17 Uhr