Praxisseminar in Alling West: Lockjagd auf Krähen

Schlaue Krähen erfordern schlaue Jäger

Wer sich schon in der Krähenjagd versucht hat, kennt das vielleicht: Man ist perfekt getarnt (denkt man). Das Lockbild ist vertrauenserweckend (vermeintlich). Und dennoch: Kein Anflug. Oder außer Reichweite. „Warum nur?“ fragt man sich, im Schirm sitzend und wartend. „Was läuft falsch?“

Krähen sind äußerst intelligent. Sie lernen aus den Fehlern der Jäger meist schneller als die Jäger selbst. „Schlau geschossene“ Krähen im Revier zu bejagen, wird immer schwieriger, ja sogar unmöglich. Diese Feststellung traf der Krähenjagd-Spezialist Ulli Zinnecker gleich zu Anfang des Krähenjagd-Seminars der Landesjagdschule, das an einem Samstag im September im Revier Alling West stattfand.

Seminar zum „Anfassen“

Erfolgreiche Lockjagd auf Krähen erfordert einiges an Wissen und Geschick. Im Seminar vermittelte er anschaulich und praxisnah die „Gebote“ der Krähenjagd – und würzte diese mit raffinierten Kniffs, guten Tipps für günstige Anschaffungen, und auch einigen Anekdoten eines langjährig erfahrenen Krähenjägers. Zudem hatte er jede Menge „Material“ zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren dabei: Tarnnetze und Taschen, Tarnkleidung und Hocker, Krähenlocker, Lockkrähen und andere Lockvögel und vieles an praktischem Zubehör, was die Jahre an Erfahrung so mit sich bringen. In vier gehaltvollen Stunden erläuterte er, was bei der Jagd auf die schlauen Krähen unbedingt zu beachten ist.

Die Gebote der Krähenjagd und viele wertvolle Tipps finden sich auf kraehenjagd.eu. Oder besucht eines der nächsten Krähenjagd-Seminare der BJV Landesjagdschule.

Erfolgreiche Brauchbarkeitsprüfung 2023 – ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz

Am 7. und 9. September 2023 fand die Brauchbarkeitsprüfung der Kreisgruppe Fürstenfeldbruck statt. Wie in den Jahren zuvor, durfte diese wieder im Revier Aich durchgeführt werden. Angetreten sind 11 Gespanne mit einer bunten Mischung bekannter Jagdhunderassen: ein Dackel, zwei kleine Münsterländer, ein Deutsch Drahthaar, ein Deutsch Langhaar, ein Deutsch Kurzhaar, ein Epagneul Breton, ein Flatcoated Retriever und ein Labrador Retriever.

Alle Hunde haben nach vielen Monaten der Ausbildung unter fachkundiger Leitung von Radegund Abele und Martin Pentenrieder vor den Richtern bewiesen, was sie können. Alle haben die Prüfung mit guten Bewertungen bestanden. Die Ausbildung der Jagdbegleiter zum brauchbaren Jagdhund ist ein wesentlicher Beitrag zum Tierschutz, den wir Jäger erbringen. „Jagd ohne Hund ist Schund“ sagt zurecht ein althergebrachtes Sprichwort unter hundeführenden Jägern. Der brauchbare Jagdhund ist bei bestimmten Jagdarten gesetzlich vorgeschrieben und hilft mit seiner feinen Nase bei Nachsuchen nach der Jagd und bei Verkehrsunfällen dem Tierleid zu beenden. Voraussetzung ist, dass die Hunde von Grund auf gut ausbildet werden und wir einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben.

Gewürdigt wurde dieser Erfolg anschließend mit der feierlichen Übergabe der Urkunden im Gasthof Postmeister in Unterschweinbach.
Wir wünschen allen Gespannen eine erfolgreiche gemeinsame Zeit und viele wunderbare Jagderlebnisse.

BJV Studie: Sektionsprojekt Rehwild – unsere Mitwirkung ist gefragt

Der Anlass für diese BJV-Studie:
Vielen Tausend im Rahmen der normalen Jagdausübung erlegten Stücken Rehwild steht eine deutliche Anzahl an verendeten, verunfallten oder krank erlegten Tieren gegenüber.

Das Ziel der Studie:
Die bayerische Jägerschaft in ihren Anstrengungen im Sinne des Tierschutzes – Schutz der Wildtiere vor Krankheiten und die Erzeugung sicherer Lebensmittel – zu unterstützen.

Der Projektpartner des BJV:
Projektpartner ist der Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. (TGD), in dessen Laboren die Untersuchungen vorgenommen werden. 2023 können 50 Stück Rehwild im Rahmen des Projektes mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln untersucht werden.

Sie wollen am Sektionsprojekt Rehwild teilnehmen?
Hier kommen Sie zur vollständigen Beschreibung, der Vorgehensweise bei der Teilnahme und zum Untersuchungsantrag auf der Seite des BJV 

Adresse der Untersuchungseinrichtung:
Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.
Senator-Gerauer-Straße 23
85586 Poing

Tel: 089 90 91 – 310, – 317, – 394

Bildquelle:
Rehbock: Bild von Sven Lachmann auf Pixabay

Einladung zu den 9. Internationalen Jagd- und Schützentagen auf Schloss Grünau vom 13. bis 15. Oktober 2023

Zum neunten Mal findet die Messe von Jägern für Jäger auf Schloss Grünau statt. Ein Besuch lohnt sich, denn es sind rund 450 renommierte Aussteller vor Ort.

Alle weiteren Informationen zum Programm finden Sie hier auf der Website der internationalen Schützentage Schloss Grünau.
Zum Veranstaltungskalender-Eintrag kommen Sie hier.

Jagdliche Serenaden an der Kapelle im Wald in Jesenwang

Am 4. September spielten die Jagdhornbläser der Kreisgruppe zum vorletzten Mal in diesem Jahr ihre jagdlichen Serenaden an der Kapelle im Wald bei Jesenwang vor zahlreich erschienenen Zuhörern. Durch den gelungenen Abend führte wieder professionell, abwechslungsreich und interessant Bernhard Breitsameter. Im Gespräch mit den Besuchern wird immer wieder geäußert, wie beliebt diese musikalische Darbietung auch bei Nichtjägern ist. Mehr zu unseren Jagdhornbläsern findet ihr auch auf Instagram und auf der Kreisgruppen Website unter Jagdhornbläser.

Antrag auf Schwarzwildprämie für das Jagdjahr 2022/2023 jetzt online

Die Beantragung der Schwarzwildprämie für das Jagdjahr 2022/2023 ist jetzt online. Alle Informationen finden Sie auf der Seite des LGL, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Hier eine kurze Zusammenfassung: Anträge können bis November 2023 eingereicht werden. Für die Ausfüllung des Online-Formulars brauchen Sie einen Account beim Bayernportal. Zum Webformular im Bayernportal kommen Sie über hier.
Unter diesem Link finden Sie unter der Überschrift Erstattungsanträge eine Info zur Anlage einer ID für den Bayernportal-Account und für alle, die ihren Antrag nicht online einreichen wollen, ein PDF zum ausdrucken.

Alle haben Durst – Wildtränken im ganzen Revier

Dieser Sommer ist heiß, es regnet kaum. Bachläufe und Wasserstellen sind längst ausgetrocknet. Deshalb hat der Allinger Jagdpächter Tränken übers ganze Revier verteilt eingerichtet. “In erster Linie waren sie für unsere Fasane gedacht“, berichtet er, denn die brauchen bekanntlich in ihrem Lebensraum die „5 W“: Wiesen, Weizen, Wald, Wasser, Wärme. Alles finden sie im Allinger Revier vor und deshalb halten sich die wilden Hühnervögel dort auch gut. Nur beim Wasser hilft der Jäger nach:

Mit einem einfachen System aus Kunststoff-Sanitärrohren werden die Tränken nach dem Prinzip des Unterdrucks gefüllt. Ein kleines Gitter am Auslass sorgt dafür, dass keine kleinen Tiere, die auch ihren Durst löschen, hineinfallen und ertrinken.

Jede Woche wird das Wasser aufgefrischt.  „Wir sehen auf den Wildkameras, wie gut die Tränken besucht sind. Bestimmte Tränken, die ja einige Liter fassen, sind jede Woche leer getrunken“, berichten die Allinger Jäger: Singvögel, Hasen oder Rehe stillen dort ihren Durst – sie „schöpfen“ wie es in der Jägersprache heißt. Das ist vielleicht ungewöhnlich, aber bei dieser außergewöhnlichen Hitze schon nachvollziehbar! Die Jäger sind zufrieden, dass sie dem Wild in der Sommerhitze damit helfen können.

 

Jagdliche Serenaden an der Kapelle am Dietschweg in Olching

Am Montag, den 7. August spielten die Brucker Jagdhornbläser wieder ihr abendliches Standkonzert, dieses Mal an der Kapelle am Dietschweg in Olching. Das kleine Gotteshaus gehört zur Gast- und Tafernwirtschaft „Zum Haderecker“. Der Wirt und Senior-Chef des über 120 Jahre alten Traditionsgasthauses war unter den Zuhörern und er hat‘s ein bisschen bedauert, dass der Termin fürs Standkonzert in seine Betriebsferien fiel. Vielleicht trifft man sich danach beim Haderecker zu guten Gesprächen.

Und so hat man sich fürs nächste Jahr gleich versprochen: Die Jagdhornbläser kommen wieder und spielen das Standkonzert dann, wenn die Wirtschaft geöffnet hat, und der Senior-Wirt verspricht jetzt schon, dass viele seiner Gäste zum Zuhören kommen werden. „Die Saison für unsere Standkonzerte ist fast rum und so ist es schön, schon einen Ausblick aufs nächste Jahr zu haben“, so die Jagdhornbläser. Zweimal spielen sie noch: am 4. September in Jesenwang und am 2. Oktober in Sittenbach (siehe Veranstaltungskalender).

Neuigkeiten zur Schwarzwildprämie 2022/2023

Die Frist zur Antragsstellung wird bis Ende November 2023 laufen. Der Antrag auf Aufwandsentschädigung wird als Webformular im Rahmen des Bayernportals zur Verfügung gestellt. Eine bestehende Vorabversion wird noch intensiv getestet und soll spätestens mit dem Ende der Sommerferien als finale Version zur Verfügung stehen.

In Vorbereitung der Antragstellung kann man bereits eine BayernID beantragen. Weitere ausführliche Informationen gibt es auf der Website des LGL unter diesem Link

 

Gute Stimmung beim Jägerfest an der Naturfreundehütte

Die BJV Kreisgruppe Fürstenfeldbruck hatte ihre Mitglieder am 5. August zum Jägerfest an der wunderschön am Germeringer See gelegenen Naturfreundehütte eingeladen. Die zahlreichen Gäste erlebten trotz des nicht ganz so sommerlichen Wetters einen wunderschönen Abend zum Ratschen und Geniessen. Für das leibliche Wohl mit gegrillten Schmankerln sorgte Werner Kirmair vom Stanishof, die flüssige Verpflegung übernahmen die Naturfreunde Germering und mit Kaffee Kuchen war auch alles für den süßen Abschluss vorhanden. Die stimmungsvolle musikalische Umrahmung übernahmen die Jagdhornbläser der Kreisgruppe mit jaglichen Weisen und das Duo Andrea und Hannes aus Mittenwald mit fröhlicher Volksmusik. Herzlichen Dank an die Organisatoren unter der Leitung von Dr. Michael Pöllmann, die Jungjäger Daniel Blessing und Max Maurer, die freiwillige Feuerwehr Unterpfaffenhofen, Elisabeth Strauß für die Dekoration und alle, die mit ihrem Beitrag für das gelungene Fest gesorgt haben.

BJV Ehrenzeichen in Gold für Rainer Grüter

Im Rahmen des 1. Landestages „Jagdliches Schießwesen“ am 22.07.2023 in Saal an der Donau wurde Rainer Grüter feierlich das BJV Ehrenzeichen in Gold für langjährige außergewöhnliche Leistungen in verschiedenen Funktionen sowie BJV-Ausschüssen überreicht.

Die Bläsergruppe der Kreisgruppe Rottenburg a. d. Laber umrahmte die stimmungsvoll gestaltete Übergabe.
Die Ehrung wurde in Vertretung des Präsidenten Ernst Weidenbuch von den Präsidiumsmitgliedern des BJV, Markus Landsmann und Robert Pollner vorgenommen.

Herzliche Einladung zum Jägerfest der Kreisgruppe, 5. August 2023

Liebe Mitglieder der Kreisgruppe, am Samstag 05. August findet in Germering im Naturfreundehaus (nähe Germeringer See) unser Jägerfest statt. Los geht es um 18 Uhr. Es gibt Gegrilltes, kühle Getränke, Kaffee und Kuchen. Für jagdliche Stimmung sorgen die Jagdhornbläser der Kreisgruppe.

Herzlich eingeladen sind alle Mitglieder der Kreisgruppe mit Begleitung.

Anmeldung:
Bei der Hauptversammlung am 6. Juli hatten die Anwesenden schon Gelegenheit, sich anzumelden. Es sind noch 50 Plätze frei, für die ihr euch ab sofort verbindlich bei Dr. Michael Pöllmann anmelden könnt.

Zum Kalendereintrag

Wir freuen uns auf hoffentlich schönes Wetter und einen genussvollen Abend.

Obacht! Wilde Hühner – Jäger und Landwirte für Artenvielfalt

 Gemeinsam mit den Allinger Landwirten und Waldbauern arbeitet der Allinger Jagdpächter im Rahmen der Hege immer wieder an der Verbesserung des Lebensraumes für wildlebende Tiere. Nun wurde er bayernweit für ein besonderes Projekt ausgewählt: Der Bayerische Landesjagdverband unterstützt und fördert ihn bei der Auswilderung von Fasanen. Nach dem Lebensstart in einer Voliere im Revier zur Gewöhnung wurden sie vor einiger Zeit in die Freiheit entlassen.

Wo Fasane sich wohlfühlen, finden auch andere Wildtiere ein zu Hause und Nahrung.

Fasane brauchen Wasser, Wiesen, Wald, Weizen und Wärme. Auf dem Speiseplan des Fasans stehen Samenkörner von Blumen, Brennnesseln und Gräsern. Beeren, Nüsse und Eicheln werden gerne genommen, auch Wurzeln und Knollen. Würmer und Schnecken runden den Speiseplan ab. Die Küken müssen reichlich Insekten bekommen, damit sie „groß und stark“ werden. Also brauchen sie Wildblumenwiesen, die ebenfalls vom Allinger Jäger angelegt wurden. Dort fühlen sich auch Insekten, Bienen und Hummeln wohl. Singvögel und andere heimische Wildtiere teilen sich den reich gedeckten Tisch mit den Fasanen. Damit ist eines klar: Wenn es den Fasanen gut geht, geht es anderen Arten auch gut.